BASF Professionelle Schädlingsbekämpfung Deutschland

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Bettwanzen

Sie sind schwierig zu finden, hartnäckig und zunehmend weit verbreitet – die Kontrolle von Bettwanzen erfordert beträchtliches Fachwissen, enge Zusammenarbeit mit dem Kunden und effektive Lösungen.

Das Bettwanzen-Problem

Die hohe Bevölkerungsdichte in den Städten, die zunehmende Mobilität der Menschen und immer mehr Auflagen bei der Anwendung residual wirkender Insektizide haben in den letzten Jahren zu einer erneut starken Zunahme von Problemen mit Bettwanzen beigetragen.

Obgleich das Schlafzimmer immer noch der am häufigsten befallene Ort ist, können Bettwanzen an Kleidung, Reisegepäck und Möbeln über große Entfernungen reisen. Infolgedessen sind sie vielerorts anzutreffen, unter anderem auch in Büros, Schulen, Geschäften, Kinos und in öffentlichen Transportmitteln. Schädlingsbekämpfer sollten sich dessen bewusst sein und ihre Inspektion, und bei Bedarf auch Behandlungen, stets auf andere Teile der befallenen Räumlichkeiten ausweiten.

Neuere Studien in Europa haben zudem ergeben, dass Bettwanzen auch ohne bedeutende Resistenzprobleme die mit Abstand schwierigsten zu kontrollierenden Schadinsekten sind.

Aufgrund dieser vielschichtigen Herausforderungen ist es umso wichtiger, den Bettwanzenbefall mit einer robusten, integrierten BASF-Schädlingsbekämpfungsstrategie anzugehen, die bewährte chemische und chemiefreie Methoden kombiniert.

Nur wenige Schädlinge stellen eine so komplexe Herausforderung dar wie Bettwanzen. Inzwischen wurde die weltweite Verbreitung pyrethroid-resistenter Bettwanzenstämme durch Studien belegt. Berücksichtigt man die Abstoßungsprobleme in Zusammenhang mit Pyrethroiden wird klar, dass die wirkungsvolle Bekämpfung von Bettwanzen einen ganzheitlichen Ansatz erfordert.

Er sollte fünf wichtige Schritte umfassen:

1. Inspektion, um Ausmaß und Ort des Befalls festzustellen.

2. Wahl der besten Behandlungsstrategie für die konkrete Situation.

3. Kommunikation, um realistische Erwartungen zu setzen und eine ausreichende Zusammenarbeit mit dem Kunden zu gewährleisten.

4. Best- und sicherstmögliche Behandlung mit den effektivsten Produkten.

5. Verlaufskontrolle, um Ergebnisse zu beurteilen und ggf. nachzubehandeln.

Das Problem lokalisieren

Bei einem Verdacht auf Bettwanzenbefall ist zunächst eine gründliche Inspektion der Hauptproblembereiche erforderlich, um sicherzustellen, dass tatsächlich Bettwanzen vorhanden sind. Dabei sollten für die Behandlung alle Verstecke und Orte identifiziert werden, an denen sie aktiv sind. Dieser Schritt ist äußerst wichtig, weil Bettwanzen nachtaktiv sind und sich tief in sehr engen Spalten und Ritzen verbergen können.

Aufgrund ihrer geringen Größe können Bettwanzen, ihre Eier und ihre Kotspuren ohne eine gute Taschenlampe und eine Lupe leicht übersehen werden.

Wichtige Bereiche für die Inspektion:

  • Nähte, Falten und Knöpfe an Matratzen
  • Boxspringbetten-Unterbau, Bettrahmengestell und Bettdecken
  • Sofas, Sessel, Kissen und Vorhänge
  • Fenster- und Türrahmen
  • Hinter abgelösten Tapeten und Bildern
  • Spalten in Wänden oder in Bodendielen
  • Unter Teppichen entlang der Wände (Spaltstreifen)
  • Hohlräume in der Wand (Steckdosen und Schalterabdeckplatten)
  • Reisegepäck, Kisten und andere tragbare Objekte

Der Schädlingsbekämpfer sollte darüber hinaus auch auf den typischen Geruch von Bettwanzen achten. Um jeden möglichen Schlupfwinkel zu erfassen, muss er bereit sein, Möbelstücke zu verrücken und sie ggf. zu demontieren, elektrische Installationen zu inspizieren und Teppiche entlang der Kanten anzuheben.

Sind Belege für einen Bettwanzenbefall vorhanden, müssen zur genauen Bestimmung des Ausmaßes auch benachbarte Zimmer und andere Bereiche der Räumlichkeiten kontrolliert werden.

Vorbereitung

Mehr als bei jedem anderen Schädlingsbefall ist bei Bettwanzen vor der Behandlung eine gute Vorbereitung sowohl des Kunden als auch der Räumlichkeiten von zentraler Bedeutung für den Erfolg. Der Kunde muss sich darauf einstellen, dass eine erste Bettwanzenbehandlung mehrere Stunden dauern und eine erhebliche Störung in der Tagesroutine verursachen kann. Zudem ist es wahrscheinlich, dass die Behandlung wiederholt werden muss, um den Befall vollständig in den Griff zu bekommen.

Der Kunde muss sich auch darüber im Klaren sein, dass der Zeitaufwand und die Anzahl der benötigten Behandlungen vom aktiven Engagement des Kunden bzw. Immobiliennutzers abhängen und erheblich steigen können, wenn in den Räumlichkeiten großes Durcheinander herrscht. Eine den Prozess unterstützende Zusammenarbeit ist maßgeblich für eine kosteneffiziente Behandlung.

Wäschewaschen

  • Vor einer Behandlung mit Insektiziden müssen die Betten ganz abgezogen werden. Bettlaken, Bettdecken, Überdecken und sonstiges Bettzeug müssen in einen Plastiksack gegeben und entweder gewaschen oder professionell gereinigt werden.
  • Potenzielle Verstecke, wie z. B. Vorhänge, Heimtextilien und Kleidung, sind ebenfalls zu entfernen und gründlich zu waschen oder in der Trockenreinigung chemisch zu reinigen.
  • Um Bettwanzen in allen Entwicklungsstadien abzutöten, müssen Textilien mit Seife oder Waschmittel mindestens 10 Minuten in mindestens 49 °C heißem Wasser gewaschen und anschließend mindestens 20 Minuten lang bei über 60 °C in einem Trockner getrocknet werden.

Staubsaugen

  • Gewöhnlich haften Bettwanzeneier sehr stark an Oberflächen und lassen sich deshalb nur schwer entfernen. Dennoch lohnt es sich, freigelegte Flächen oder Ruheflächen abzusaugen, um so eine signifikante Menge Nymphen und ausgewachsene Bettwanzen zu entfernen.
  • Ein Staubsauger mit HEPA-Filter sorgt dafür, dass die vielen mit Bettwanzen und ihren Hinterlassenschaften assoziierten Allergene ebenfalls entfernt werden.
  • Der Staubsaugerbeutel sollte anschließend sofort herausgenommen, in einem Plastikbeutel dicht verschlossen und entweder verbrannt oder mit dem normalen Haushaltsabfall entsorgt werden.

Zusätzliche Hinweise

Da Bettwanzen von behandelten in unbehandelte Bereiche abwandern, gilt es sicherzustellen, dass alle benachbarten Zimmer ebenfalls behandelt werden. Bis zur vollständigen Trocknung des Wirkstoffs sollte der Zugang zu den behandelten Bereichen eingeschränkt werden, auch wenn dies nicht ausdrücklich vorgeschrieben ist. Die Trocknungsdauer hängt von einer guten Durchlüftung der Umgebung ab. In der Regel sollte ein Fernbleiben für eine Stunde ausreichend sein.

Nachinspektion

  • Nach etwa 10 Tagen sollte eine gründliche Nachinspektion erfolgen.
  • Bereiche, in denen immer noch Bettwanzen vorhanden sind, müssen erneut behandelt werden, ebenso wie neue Bereiche, in die die Bettwanzen abgewandert sind, um sich der ersten Behandlung zu entziehen.
  • Die Nachinspektion ist auch deshalb sehr wichtig, weil nach der ersten Behandlung neue Bettwanzenlarven geschlüpft sein werden.
  • Möglicherweise werden im Rahmen der Nachinspektion weitere befallene Bereiche identifiziert, die bei der ersten Inspektion und Behandlung übersehen wurden.
  • Bei schwerem Befall empfiehlt sich nach Ablauf von 10 Tagen ein dritter Besuch.
  • Hotels sollten aufgefordert werden, behandelte Zimmer möglichst nicht zu belegen, bis der Befall eliminiert ist.

Produkte

Mythic® SC

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Ein neues nicht-pyrethroides, nicht-repellentes Insektizid mit andersartiger Wirkungsrichtung, besonders empfehlenswert für die Bekämpfung von Bettwanzen, Ameisen und Schaben.

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Fendona® 6 SC

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Erste Wahl für die professionelle Sprühbehandlung. Ein leistungsstarkes Residualinsektizid mit schneller Knockdown-Wirkung.

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