BASF Professionelle Schädlingsbekämpfung Deutschland

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Schaben

Schaben können eine Vielzahl von Krankheiten übertragen und stellen eine der bedeutendsten Gefahren für die öffentliche Gesundheit dar. BASF bietet Lösungen zur schnellen Bekämpfung in Kombination mit dauerhafter Wirkung.

Schaben finden sich gewöhnlich in geschäftlich genutzten Räumlichkeiten, in denen Nahrungsmittel zubereitet oder gehandhabt werden, wie z. B. Restaurants und Catering-Betrieben. Sie sind jedoch nicht selten auch in den Küchen und Abflussrohren von Privathaushalten anzutreffen.

Zu den in Europa am weitesten verbreiteten Arten gehören Blattella germanica (Deutsche Schabe), Periplaneta americana (Amerikanische Großschabe), Blatta orientalis (Orientalische Schabe) sowie Supella longipalpa (Braunbandschabe).

Moderne Schabenproblematik

Schaben sind allgegenwärtig, schwer zu fassen und vermehren sich schnell. Sie übertragen zahlreiche Krankheitserreger, stellen für den Menschen eine Quelle von Allergenen dar und lassen dort, wo sie auftreten, stets auf schlechte hygienische Verhältnisse schließen. Aus diesem Grunde ist ihre Gegenwart überall dort inakzeptabel, wo Nahrungsmittel gelagert, verarbeitet oder zum Verzehr angeboten werden.

Schaben in diesen Umgebungen unter Kontrolle zu halten kann mitunter eine Herausforderung darstellen. Sie werden mit Warenlieferungen eingeschleppt, vermehren sich schnell und leben an schwer zugänglichen Orten, wie z. B. in Ritzen und Spalten.

Bekämpfungsmethoden, die sich durch unzureichende Inspektionen, mangelnde Kooperation der verschiedenen Immobiliennutzer und übermäßiges Vertrauen in einzelne Produkte bzw. Anwendungsmethoden auszeichnen, verstärken das Problem zusätzlich.

Selbst ein Kontrollniveau von über 90 % kann sich als unzureichend erweisen, um ein relativ schnelles Wiederauftreten des Problems zu verhindern.

Das Verhalten von Schaben

Obgleich Schaben Meister der Anpassung an unterschiedlichste Lebensbedingungen sind, brauchen sie zum Überleben und zur Fortpflanzung vier wichtige Ressourcen:

  • Nahrung
  • Wasser
  • Wärme
  • Verstecke

Entsprechend dieser natürlichen Bedürfnisse treten Sie daher an Orten auf, in deren Nähe diese vier Faktoren zu finden sind. Die deutschen Schaben, die europaweit das größte Problem darstellen, benötigen besonders viel Wärme, sodass sie fast ausschließlich in Gebäuden leben. Die größeren orientalischen Schaben sind gleichermaßen im Freien zuhause.

Zwar legen orientalischen Schaben auf der Nahrungssuche längere Strecken zurück als ihre deutschen Artverwandten, jedoch entfernen sich beide Arten auf der Suche nach Nahrung und Wasser selten mehr als wenige Meter von den Rissen, Spalten und Hohlräumen, in denen sie sich scharen. Beide Arten bevorzugen die Dunkelheit und die meisten Exemplare verbringen den größten Teil ihres Lebens in ihren schützenden Verstecken, die sie nur für die Nahrungssuche verlassen.

Sie bevorzugen energiereiche Nahrung, meiden jedoch öliges, schimmeliges oder verdorbenes Futter.

Während sich männliche Schaben an den meisten Tagen auf aktive Nahrungssuche begeben, verbringen weibliche Schaben gewöhnlich 75 % ihres Lebens, ohne auf die Suche nach Nahrung zu gehen. Sie können fast 45 Tage ohne Nahrungsaufnahme überleben, sofern sie Zugang zu Wasser haben. Auch junge Nymphen verbringen relativ wenig Zeit mit der Nahrungssuche.

Die Nahrungssuche erfolgt fast ausschließlich nachts, wobei menschliche Aktivitäten abschreckend wirken. In größeren Scharen sind die einzelnen Schaben aufgrund der stärkeren Nahrungskonkurrenz aktiver und bei der Nahrungswahl weniger wählerisch als in kleineren Gruppen.

Man geht davon aus, dass der Geruchssinn von Schaben nur wenige Zentimeter weit reicht, sodass Erfolg bei der Nahrungssuche zufallsbedingt scheint und durch die Verwendung regelmäßiger, durch Erfahrung erlernter Suchrouten optimiert wird. Befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Nest ausreichend Wasser und Nahrung, besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Schaben niemals mit einem in nur wenigen Metern Entfernung ausgelegten Köder in Berührung kommen.

Deutsche Schaben können sich unter vorteilhaften Bedingungen mit einem Lebenszyklus von etwa 170 Tagen und der Ablage von 30–40 Eiern alle 2–3 Wochen trotz relativ wirkungsvoller Bekämpfung innerhalb kürzester Zeit massiv vermehren.

Planung der bestmöglichen Schädlingsbekämpfung

Angesichts dieser Herausforderungen reicht das einmalige Auslegen eines Gel-Köders für eine hinreichende, nachhaltige Schabenbekämpfung nicht aus. Aufgrund des natürlichen Verhaltens der Schaben ist es selbst unter optimalen Feldbedingungen selten möglich, mit einer einzigen Köder-Gabe mehr als 80 % einer Population zu vernichten.

Eine nachhaltige Bekämpfung erfordert in den meisten Fällen einen integrierten Ansatz auf Basis des natürlichen Verhaltens der Schädlinge, gründlicher Inspektion, Reinlichkeit und einem gezielten Programm zur Schädlingsbekämpfung. Dies schließt das wiederholte Auslegen von Ködern sowie bei Bedarf die zusätzliche Behandlung von Rissen und Spalten ein.

Inspektion

Da Schaben sich in geschützten Verstecken zusammenscharen und sich vorwiegend nachts auf die Nahrungssuche begeben, ist eine gründliche Inspektion der befallenen Bereiche eine wesentliche Voraussetzung für die Planung einer gezielten Bekämpfung.

Um schwer einzusehende Bereiche auf Exkremente, abgestreifte Panzer, alte Eikapseln sowie auf lebende Schaben untersuchen zu können, werden Inspektionen am besten nachts mit einer Taschenlampe und einem kleinen, flexiblen Spiegel durchgeführt.

Eine weitere wirkungsvolle Methode zur Detektion befallener Bereiche besteht darin, Pyrethroide in Risse und Spalten zu sprühen, da die repellierende Wirkung einen Austreibeeffekt verursacht.

In den meisten Fällen eignen sich Klebefallen, um das Ausmaß und den Standort eines Befalls zu bestimmen. Sie sollten in den Bereichen aufgestellt werden, die häufig von Futter suchenden Schaben frequentiert werden. Insbesondere sind feuchtwarme Orte von Interesse, z. B. unter Kühlschränken und anderen Haushaltsgeräten, an Verbindungsstellen zwischen Wand und Boden, an den Kanten von Armaturen und Geräten sowie unter Möbeln usw.

Sauberkeit

An Orten mit unzureichender Hygiene ist ein Schabenbefall stets größer und schwieriger zu bekämpfen.

Der Entzug von Nahrung und möglichen Verstecken in Verbindung mit einer guten Hygiene in den Bereichen, in denen Köder ausgelegt werden, verbessert gewöhnlich die Erfolgsaussichten der Bekämpfung, da die reduzierte Verfügbarkeit von Nahrung und Wasser die Wahrscheinlichkeit für einen Kontakt mit dem Köder erhöht.

Darüber hinaus können Populationen auch durch die Beseitigung von Unordnung und stark befallenen Möbeln gestört und reduziert werden. Da das erlernte Verhalten von Schaben durch Veränderungen der Umgebung beeinträchtigt wird, kann eine verbesserte Reinlichkeit wesentlich zur Herbeiführung eines Köderkontaktes beitragen.

BASF bietet umfassende Lösungen an, die den seit langem bekannten Unzulänglichkeiten herkömmlicher Ansätze zur Schabenbekämpfung ein Ende bereiten. Unsere Lösungen nutzen neben modernen Strategien eine Reihe von hochwirksamen Produkten zur Überwindung hartnäckiger Probleme, wie z. B. Köderaversion und Chemikalienresistenzen.

Platzierung des Köders

Die Wirkung von mit Insektiziden behandelten Ködern hängt davon ab, ob sie von den nach Nahrung suchenden Schädlingen gefressen werden. Daher ist die Verwendung schmackhafter Köder wichtig, die ihre Attraktivität für lange Zeit beibehalten.

Die begrenzte Reichweite der meisten Schaben auf Nahrungssuche bedeutet jedoch eine wesentliche Beeinträchtigung der Wirksamkeit von Ködern, wenn diese schlecht platziert wurden. Um wirksam zu sein, müssen die Köder in den befallenen Bereichen so nahe wie möglich an allen Verstecken der Schaben ausgelegt werden.

Sie müssen, genau wie Klebefallen, geschickt positioniert werden, um nach Futter suchende Schaben abzufangen. Erfolgversprechend sind Köder, die an den von Schaben bevorzugten feuchten, warmen und dunklen Orten ausgelegt werden. In vielen Fällen empfiehlt es sich daher, vorhandene Abdeckungen zu entfernen, anstatt die Köder auf der Fläche davor auszulegen.

Kaskadenbekämpfung

Für eine möglichst vollständige und nachhaltige Bekämpfung müssen die Insektizide auch in ausreichend großer Zahl Weibchen und Nymphen erreichen, die sich nicht auf Nahrungssuche begeben. Die effektivste Schabenbekämpfung ist die Kaskadenbekämpfung; die Schabe nimmt den Köder auf und verendet. Tote jetzt giftige Insekt wird von seinen Artgenossen gefressen und sterben ebenfalls. Dieser Kaskadeneffekt kann bis zu 7 mal funktionieren. Dieser Effekt ist nur bei dem Wirkstoff Fipronil bekannt.

Dies ist durch bereits vom Schaben aufgenommenen Köder möglich, da die Weibchen und Nymphen ihre zum Sterben zurückkehrenden Artgenossen und ihre Ausscheidungen fressen, insbesondere dann, wenn ihnen nur eingeschränkte alternative Nahrungsquellen zur Verfügung stehen oder ganz fehlen..

Inwieweit man mit diesem „Kaskadeneffekt“ die nicht nahrungssuchende Population bekämpfen kann, hängt im Wesentlichen von der Stärke des Insektizids ab. Die vollständige Eliminierung eines Befalls innerhalb einer Woche ist jedoch selbst beim Einsatz von Fipronil, dem zurzeit wirkungsvollsten am Markt verfügbaren Insektizid, nicht gewährleistet. Dies gilt insbesondere bei einem Befall durch orientalische Schaben im Gegensatz zu ihren deutschen Artverwandten. Ein besonders starker Befall bzw. das Vorhandensein vieler alternativer Nahrungsquellen erschweren ebenfalls die Bekämpfung.

Behandlung von Ritzen und Spalten

Unter Umständen muss selbst der fachgerechte Einsatz von Gelködern durch die ergänzende Behandlung von Ritzen und Spalten unterstützt werden. Die Effektivität von Ködern, die mit einem schwächeren Insektizid behandelt wurden, wird durch einen geringeren „Kaskadeneffekt“ sowie jede Verringerung der Aufnahme weiter reduziert.

Ebenso ist eine vollständige Tilgung erst dann möglich, wenn alle Eier geschlüpft und die Nymphen sich entweder bis zum Stadium der Futtersuche entwickelt oder eine ausreichende Menge des Insektizids durch den Verzehr ihrer Artgenossen bzw. deren Ausscheidungen aufgenommen haben.

Dieses Problem lässt sich am besten durch den gezielten Einsatz eines nicht reppelierenden Residualinsektizids, wie z. B. Mythic® SC, in den Hauptnestern lösen.

Fendona® sollte neben Goliath Gel®die erste flankierende Wahl für die Schabenbekämpfung in Ritzen und Spalten sein. Die zusätzliche, gezielte Applikation von Mythic SC führt zu einem nachhaltigen Erfolg bei später schlüpfenden Nymphen.

Kostengünstige Schädlingsbekämpfung

Der beste Weg für eine preiswerte Schädlingsbekämpfung besteht darin, die Behandlungsdauer zu minimieren und zugleich die Wirksamkeit zu maximieren. Für weniger erfahrene Schädlingsbekämpfer kann die korrekte und wirkungsvollste Platzierung von Ködern mit einem hohen Zeitaufwand verbunden sein. Die Wahl des richtigen, effektivsten Wirkstoffes in Verbindung mit hoher Attraktivität und ausreichender Anzahl von Köderpunkten ist der Schlüssel zur besten und effizienten Schabenbekämpfung.

Optimale Nutzung der Produkte

Um teure Reklamationen zu vermeiden und sowohl die Kundenzufriedenheit als auch die wirtschaftliche Rentabilität zu maximieren, müssen die Mittel zur Schabenbekämpfung unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Stärken, Grenzen und Voraussetzungen sowie des Verhaltens der Schädlinge eingesetzt werden.

Integrierte Anwendung

Gelköder haben sich aufgrund der folgenden Eigenschaften als bevorzugte Behandlungsmethode erwiesen:

  • Zweckmäßigkeit
  • relativ geringer Vorbereitungsaufwand
  • minimale Störung des Auftraggebers (was Zeitaufwand, Geruchsbelästigung und chemische Belastung betrifft)
  • geringste Wirkstoffbelastung durch Spotbehandlung

Das Ködern mit einem Gel mit bewährter Formulierung wie Goliath® ist das zentrale Element sowohl bei der häuslichen Schabenbekämpfung als auch in gewerblichen Küchen und in Restaurants Mythic®-Gel ist die zweite Wahl als Köderanwendung für die sich regelmäßig wiederholende Schabenbekämpfung in dem Areal. Bei großen Flächen und Räumlichkeiten mit einer Vielzahl potenzieller Verstecke, wie z. B. in der Nahrungsmittelverarbeitung, in Fabriken und in Lagerhäusern, kann der Einsatz eines bewährten Residualinsektizids, wie z. B. Mythic® SC, unschätzbare Dienste bei der Behandlung von Ritzen und Spalten leisten. Die Anwendung kann parallel (ohne repellierende Wirkung) oder alternativ zum Gelköderverfahren erfolgen.

Steht eine möglichst schnelle, vollständige Bekämpfung im Mittelpunkt, kann die Behandlung von Ritzen und Spalten zur Bekämpfung der nicht futtersuchenden ausgewachsenen Schaben sowie der Nymphen eine wertvolle Ergänzung zum Gelköderverfahren darstellen. Es überrascht daher nicht, dass neben der Anwendung von Gelen mit ausreichender „Kaskaden“-Wirkung auch die Behandlung von Ritzen und Spalten wie Fendona® nach wie vor ein wichtiges Element der Schabenbekämpfung bleibt.

Beim ausschließlichen Einsatz eines einzigen Wirkstoffs bzw. einer einzigen Formulierung zur Schädlingsbekämpfung über einen längeren Zeitraum am gleichen Standort besteht die Gefahr, dass die Schaben eine Köderaversion bzw. Insektizidresistenz entwickeln. Eine die Gel-Köder ergänzende Behandlung von Ritzen und Spalten beugt diesem Problem vor, ohne auf eine komplizierte Köderrotation zurückgreifen zu müssen.

Produkte

Mythic® SC

Mythic® SC

Ein neues nicht-pyrethroides, nicht-repellentes Insektizid mit andersartiger Wirkungsrichtung, besonders empfehlenswert für die Bekämpfung von Bettwanzen, Ameisen und Schaben.

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Mythic® Gel

Mythic® Gel

Günstiger und zuverlässiger Gelköder zur Bekämpfung von Schaben.

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Goliath® Gel

Goliath® Gel

Goliath® Gel ist ein Insektizid für den professionellen Einsatz und wurde zur Bekämpfung einer Reihe von Schabengattungen entwickelt (Blattella germanica, Supella longipalpa, Periplaneta americana, Blatta orientalis).

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